Richter Maschinenfabrik AG
Industriestraße 30 · 37235 Hessisch Lichtenau
Tel. 0 56 02 / 8 01-0 · Fax 0 56 02 / 8 01-29
info@richter-ag.de · www.richter-ag.de

Logo Richter Maschinenfabrik AG Hessisch Lichtenau

Seite: Alles eine Nummer größer

Druckversion vom 25.03.2009
URL: http://www.richter-ag.de/de/Presse/alles-eine-nummer-groesser.html


Download

Originaldokument als PDF

PDF Dokument hier herunterladen
          Größe: 0,5 MB

ZAHLEN + DATEN

Firma wurde im Mai 1945 gegründet.

Richter Logo

Das Unternehmen Richter Maschinenfabrik in Hessisch Lichtenau entwickelte sich aus einer Schlosserei, die Adam Richter, der Vater des heutigen Firmeninhabers Axel Richter am 7. Mai 1945 in Kassel gegründet hatte.

Heute beschäftigt der Betrieb etwa 200 Mitarbeiter. Das Unternehmen sucht ständig Schweißer und Schweißtechniker sowie Zerspanungstechniker.

Kontakt:
Richter Maschinenfabrik AG
Industriestraße 30
37235 Hessisch Lichtenau
Tel. 05602 801-0

Maschinengehäuse
Guck mal, wer da guckt. Ein Mitarbeiter schaut durch die Öffnung eines Maschinengehäuses für Windkraftanlagen.
Schiffsdiesel
Zehn Meter lang, 18 Tonnen schwer: Der Block für einen 8-Zylinder- Schiffsdiesel, der den Strom erzeugt, mit dem das Schiff fährt.


Alles eine Nummer größer

Etwas mehr als 13 Meter beträgt der Durchmesser dieses Bohrkopfes, der nach seiner Fertigstellung zum Tunnelbau in Zentralspanien eingesetzt werden soll. Firmenchef Axel Richter (helles Hemd) macht sich ein Bild vom Fortgang der Arbeiten. Fotos: Dieter Salzmann
Etwas mehr als 13 Meter beträgt der Durchmesser dieses Bohrkopfes, der nach seiner Fertigstellung zum Tunnelbau in Zentralspanien eingesetzt werden soll. Firmenchef Axel Richter (helles Hemd) macht sich ein Bild vom Fortgang der Arbeiten. Fotos: Dieter Salzmann

Maschinenfabrik Richter baut in Hessisch Lichtenau
die mächtigsten Geräte der Welt.

V O N    D I E T E R     S A L Z M A N N

HESSISCH LICHTENAU. Groß ist für Axel Richter nicht groß genug und schwer ist immer noch zu leicht. In Richters Unternehmen in Hessisch Lichtenau entstehen wahrhaft Riesengeräte - eines größer, höher, schwerer als das andere. Bohrköpfe zum Beispiel, um Eisen- oder Autobahntunnel durch die Berge zu bohren. Derzeit ist ein Bohrer mit einem Durchmesser von 13,20 Metern in der Produktion, der nach Fertigstellung 74 Tonnen wiegt und die Region um die spanische Hauptstadt Madrid durchlöchern soll.

Noch größer wird es im kommenden Jahr zugehen, wenn das Unternehmen ein Schneiderad baut, mit dem die Zufahrtswege für die russische Olympiastadt Sotschi durch den Kaukasus gegraben werden sollen.

Gleich nebenan schweißt ein Arbeiter eine Naht an der größten Baggerschaufel der Welt, die, wen wundert's, für den größten Hydraulikbagger der Welt, den 1000 Tonnen schweren RH 400 hergestellt wird. Die Schaufel fasst 45 Kubikmeter - das entspricht einem Zimmer, das fünf Meter lang, drei Meter breit und drei Meter hoch ist.

Ausleger, Wagenrahmen und die 96 Kettenglieder, von dem jedes einzelne eineinhalb Tonnen wiegt, werden ebenfalls in Hessisch Lichtenau gebaut. Der Bagger wird beispielsweise in Kanada zur Gewinnung von Ölsand eingesetzt, ein angesichts steigender Energiepreise lohnendes Unternehmen. „An Mining- Baggern herrscht derzeit große Nachfrage“ sagt Firmenchef Axel Richter. Derzeit liegen Aufträge für weitere 14 Maschinen vor.

Dem Unternehmen mit seinen 200 Beschäftigten geht es gut. Der Betrieb arbeitet derzeit in drei Schichten rund um die Uhr.

Firmenchef Richter sieht sein Unternehmen als das einzige in Europa, das Produkte „in größtem Stil“, wie es selbstbewusst auf der Homepage heißt, alles aus einer Hand produziert. Im Prinzip kommt ein unbearbeiteter Metallblock aus der Gießerei in die Produktionshalle, die er dann als fertiges Werkstück wieder verlässt. Auf diese Art passieren 15 000 Tonnen jährlich die beiden Werkshallen des Unternehmens in Hessisch Lichtenau. Die Firma Richter stellt - mit einer Ausnahme, einem Thermobehälter für Asphalt, der bei Straßenreparaturen zum Einsatz kommt - keine eignen Produkte her. „Wir produzieren das, was ein Kunde bei uns bestellt“, so Richter. Die meisten seiner Kunden kommen zwar aus Deutschland, aber mehr als 90 Prozent der in Hessisch Lichtenau hergestellten Produkte wandern ins Ausland. So werden Wannen produziert, in denen der Flugzeugbauer Airbus die aus Kunststoff bestehenden Flügel und Leitwerke presst. Konjunktur haben derzeit auch Windkraftanlagen.

Richter baut Turbinen- und Generatorengehäuse für Anlagen mit einer Leistung von bis zu sechs Megawatt. Da alle Geräte vor dem Einbau in 100 und mehr Metern Höhe auf dem Land oder vor der Küste auf Funktionstüchtigkeit getestet werden müssen, liefert Richter die Generatorenprüfstände gleich mit.

Auf der bis dahin weltgrößten Windkraftanlage, der Repower 5M bei Brunsbüttel an der Elbe befindet sich in 120 Metern Höhe der in Hessisch Lichtenau gefertigte Generator- und Maschinenträger mit einem Gewicht von insgesamt 92 Tonnen.

Spektakulär war der Bau von acht Weichen für die Transrapidstrecke in Shanghai, von denen jede aus drei je 26 Meter langen Segmenten besteht. Die Weichen bestehen aus biegsamem Metall, das in die jeweilige Richtung gezogen werden kann, damit die Magnetschwebebahn auch mit Tempo 200 das Gleis wechseln kann. Im Unternehmen wird bedauert, dass der Transrapid in Deutschland nicht gebaut wird.

Das bisher schwergewichtigste Teil verließ die Montage im vergangenen Jahr Richtung Russland: Ein 240 Tonnen schweres Bauteil für eine Presse zur Herstellung von Pipeline- Rohren ist inzwischen an seinem Bestimmungsort Tscheljabinsk hinter dem Ural angekommen.

Den Standort Hessisch Lichtenau hält Unternehmer Richter für ideal: „Wir liegen mitten in Deutschland und damit auch in Europa zentral“, sagt er. Durch den geplanten Weiterbau der A 44 erwartet das Unternehmen einen noch besseren Anschluss an das deutsche Fernstraßennetz.

Quelle: Werra Rundschau



Nach oben


© 1997- Richter Maschinenfabrik AG · Seitenübersicht · Suche · Impressum