Interessengemeinschaft Oberweser erreichte
Zusage des Bundesverkehrsministeriums
HANN. MÜNDEN/HOLZMINDEN. Die Reise nach Berlin hat
sich für Mitglieder der Interessengemeinschaft Oberweser (IG)
gelohnt. Von Karin Roth, Parlamentarische Staatssekretärin im
Bundesverkehrsministerium, erhielten die Lobbyisten des
Oberweserraums die Zusage, der Bund werde bei positivem Ergebnis
eines Gutachtens die Gewässersituation in der Oberweser verbessern.
Konkret, erläuterte der Vorsitzende der Interessengemeinschaft
Oberweser, Dr. Rolf Foellmer (Holzminden), geht es um teils noch
vorhandene Bunen in der Weser. Das sind in den Fluss hineinragende
Dammkörper, an denen aber der Zahn der Zeit genagt hat.
Höherer Wasserstand
Kommen die Gutachter des Bundesamtes für
Gewässerkunde zum Ergebnis, dass sich die Jahrzehnte alten Bunen
erneuern lassen, wäre der Bund bereit, die nötigen wasserbaulichen
Arbeiten zu bezahlen. Mit dem Ergebnis, dass der Pegel in der
Oberweser bis Hameln um 15 bis 20 Zentimeter ansteigen und die
Fließgeschwindigkeit des Wassers gedrosselt würde. Das hätte für
die Schifffahrt, vor allem für die Frachtwirtschaft den Vorteil,
dass bei Einsatz von Flachgängern wie sie Firma Richter in diesem
Jahr plant, die Wassertiefe in der Oberweser ausreicht und damit
keine Welle aus dem Edersee abgegeben werden müsste. Diese Zugabe
von Wasser für die Schwertransporte der Firma Richter auf der
Oberweser hatten voriges Jahr zu Protesten der Edersee-
Anrainergemeinden geführt.
Mit der in Aussicht stehenden Lösung sind sowohl
die Firma Richter, die der Interessengemeinschaft Oberweser
angehört, als auch der Vöhler Bürgermeister Harald Plünnecke und
sein Edertaler Amtskollege Wolfgang Gottschalck zufrieden. Hann.
Mündens Bürgermeister Klaus Burhenne sagte, er verstehe das
Interesse der Ederseeanrainer, dass so wenig wie möglich Wasser aus
der Edertalsperre abgelassen wird. Allerdings sei die Weser eine
Bundeswasserstraße und diese habe Vorrang. (kri)