
Bald legen wieder Schiffe an der Weserumschlagstelle an: Bereits in der dritten Juniwoche will die Firma Richter Maschinenfabrik AG aus Hess. Lichtenau schwere Produktionsteile verladen und die Weser als Wasserstraße nutzen.
Fotos: Krischmann
An der Weserumschlagstelle werden bald
Schwertransporte auf Schiffe verladen.
Von Helmut Krischmann
HANN. MÜNDEN. Für die Weserumschlagstelle brechen neue Zeiten
an. Die Firma Richter Maschinenfabrik AG aus Hess. Lichtenau,
Produzent schwerer Maschinenteile, investiert rund 250 000 Euro, um
die Umschlagstelle wiederzubeleben. Die Firma mit 200 Beschäftigten
will tonnenschwere Produktionsteile auf Schiffe verladen sowie
umgekehrt auf Lkw umladen. Grund: Schwertransporte auf der Straße
sind problematisch.
Jetzt überreichte Hann. Mündens Bürgermeister Klaus Burhenne dem
Prokurist des Unternehmens, Joachim Kraus, die Baugenehmigung. In
nur zwei Wochen hatte die Stadt den Bauantrag bearbeitet. Kraus:
"Die Stadt hat uns sehr geholfen."
Damit der Boden der Umschlagstelle das Gewicht der beiden
800-Tonnen-Kräne aushält, bohren die Bauarbeiter Löcher in die
Erde, die mit schnell härtendem Beton ausgegossen werden. Sie
bereiten so die Stellen vor, auf denen die vier Füße der Kräne fest
stehen können.
Außerdem werde die Zufahrt erneuert, damit die Kräne vom Weserpark
zur Umschlagstelle fahren können, erläuterte Jörg Hartung von der
Weserumschlagstelle, Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing
GmbH.
Die Firma Richter will bereits in der dritten Juniwoche den ersten
Schwertransport über die Weser abwickeln, kündigte Kraus an.
Gussteile würden per Schiff angeliefert und mit den Kränen
umgeladen auf Lkw, die oberhalb der Umschlagstelle auf der
Bundesstraße 80 halten werden. Die Richter-Mitarbeiter fertigen
daraus für den Kunden eine Schmiedepresse, die dann wieder in Hann.
Münden aufs Schiff verladen wird. Weitere Transporte sind schon
fest terminiert. Kraus: "Für uns ist das ein Stück
Zukunftssicherung".
Ziel für die Stadt sei, weiter zu investieren, damit von diesem
kleinen Hafen aus auch beispielsweise Holz und Schüttgüter auf der
Weser befördert werden können, betonte Mündens Bürgermeister.
Burhenne hob die gute Zusammenarbeit mit dem Wasser- und
Schifffahrtsamt in Hann. Münden (WSA) hervor. Das WSA hatte, wie
berichtet, die Idee, die Umschlagstelle wiederzubeleben.
Und es hat eine wichtige Aufgabe: Um beschiffbar zu
sein, braucht die Oberweser eine Mindesttiefe von 1,20 Meter. Ist
sie unterschritten, speist das WSA Wasser vom Edersee ein.
Die Firma Richter hatte im vergangenen Herbst
erstmals die Weser als Schifffahrtsweg genutzt und am Anleger in Gimte zwei
240 Tonnen Teile verladen. Zuvor hatte das Unternehmen mit seinen
Schwertransporten erheblich weitere Wege auf der Straße zurücklegen müssen: Die
Teile wurden in Hanau auf Mainschiffe verladen. (kri/stk)

Bald legen wieder Schiffe an der Weserumschlagstelle an: Bereits in
der dritten Juniwoche will die Firma Richter Maschinenfabrik AG aus
Hessisch Lichtenau schwere Produktionsteile verladen und die Weser
als Wasserstraße nutzen.
Quelle HNA Hann. Münden