
Alles muss weichen: Damit der 240-Tonner problemlos zur Anlegestelle kann, werden Zäune und Balken entfernt. (Foto: Hattenbach)
Kolossales Bauteil wird heute Mittag
ablegen
GIMTE. Die Vorbereitungen für den Abtransport
des ersten von zwei 240-Tonnen-Bauteilen laufen auf Hochtouren.
Zehn Männer der Schwertransportfirma Felbermayr bringen den Koloss
in die richtige Position. Auf 96 Rädern wird das Teil, das für eine
Presse zum Bau von Pipelines bestimmt ist, heute morgen bis an die
Anlegestelle gebracht.
Der Weg bis dorthin ist frei. Dafür sorgen Mitarbeiter der Firma
Northeimer Zaunbau, die sämtliche Zäune und Balken, die dem
Giganten im Wege stehen, abmontierten.
Anlegestelle ist bereit
Der holländische Kapitän und seine Steuermänner sind bereits vor
Ort und haben die Anlegestelle für das Pontonboot besichtigt.
Zur Seite steht ihnen der Platzverwalter des Weserparks, Werner
Ripke. Der 68-Jährige ist ehemaliger Pionier des Gimter
Wasserübungsplatzes und hat schon mehrmals Panzer an der
Anlegestelle verladen. „Im Vergleich zu früher ist es diesmal eine
derbe Herausforderung“, sagt Ripke. Da die Holländer für die Fahrt
auf der Oberweser kein Patent haben, fährt ein deutscher Lotse
mit.
Über den Wasserstand machen sich alle Beteiligten keine Sorgen
mehr. Der Pegel der Weser ist gefallen, somit auch der Wasserweg
frei. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Münden gibt grünes Licht.
„Wir regeln den Wasserstand und haben die Wasserabgabe an der
Edertalsperre leicht erhöht“, erklärt Dana Halbe vom
Schifffahrtsamt.
Die Verzögerung des Transportes von einem Tag bringt den Hersteller
der Bauteile, die Firma Richter Maschinenfabrik in Hessisch
Lichtenau, nicht in Bedrängnis. „Das Schiff in Rotterdam wartet“,
sagt der Vertriebsleiter, Joachim Kraus.
Die Ankunft des Pontonbootes schätzt Projektleiter Burkhard Sterz
auf 14 Uhr. „Dann brauchen wir für alles etwa vier Stunden“. Gimte
ist dann um ein 240-Tonnen-Teil leichter und um ein spektakuläres
Ereignis reicher.
Quelle: HNA vom 03.10.2007 (rax)