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Stahlkoloss auf Reisen

190 Tonnen schwer: Ziel des Stahlkolosses, den die Maschinenbaufirma Richter aus Hess. Lichtenau schickt, ist Kolpino in der Nähe von St. Petersburg Foto: ZLR

Firma Richter schickte Schwertransporter auf den weg nach Russland

Hessisch Lichtenau. Knapp 190 Tonnen wiegt die Maschinenbaugruppe, die am Donnerstagabend auf einem Spezialtransporter mit Polizei-Eskorte das Betriebsgelände der Lichtenauer Maschinenbaufirma Richter verlassen hat. Der Stahlkoloss gehört zu einer Gruppe von insgesamt sechs Elementen, die in der nächsten Zeit von der Lossestadt auf die Reise nach Russland gehen. In Kolpino in der Nähe von St. Peterburg wird ein neues Großrohrwerk errichtet, wo die einzelnen Baugruppen zu einer Rohr-Freiformpresse montiert werden.

Montage und Inbetriebnahme sollen noch dieses Jahr erfolgen, um mit der Produktion von Pipeline-Rohren beginnen zu können. Eine Presskraft der Maschine von 10000 Tonnen macht es möglich, Röhren mit einem Durchmesser von 1,42 Metern und Wandstärken von bis zu vier Zentimetern auf eine Länge von 18,3 Metern zu formen. Damit zählt dieses Rohrwerk international zu den modernsten seiner Art.

Nicht nur das Gewicht, auch die Abmessungen des 190 Tonnen schweren Objektes sind mit 12,80 Metern Länge, 4,76 Meter Höhe und einer Breite von 2,75 Metern gigantisch. Das hatte die Mitarbeiter von Firmenchef Axel Richter bereits bei der Erstellung des Objektes in besonderem Maße gefordert, denn für den Fertigungsprozess war der Einbau eines neuen Hallentores, verbunden mit umfangreichen Erdarbeiten, erforderlich. Nicht weniger kompliziert gestaltete sich das Ausarbeiten einer Transportroute, denn nicht alle Brückenbauwerke halten solchen Belastungen stand..
So musste bereits im Vorfeld des Auftrages geklärt werden, ob der Transport sichergestellt werden kann, um die Stahlkolosse in Hamburg auf ein Schiff zu verladen, das am 13. Oktober mit Kurs auf St. Petersburg auslaufen soll.

Für die beiden 188 und 177 Tonnen schweren Baugruppen war der Landweg nach Hamburg nicht möglich, so dass die beiden schwersten Teile erst einmal in Richtung Süden nach Hanau transportiert werden um dort im Binnenhafen verlanden zu werden und über den Main und Rhein nach Hamburg zu gelangen. (ZLR)

Quelle: HNA, ZLR, Foto: ZLR


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Aktualisiert am 17.12.2009